|
Ihr Lieblingsbuch kann noch tausendmal gelesen werden, nur der Einband ist verknickt, befleckt, zerfleddert? Kein Problem; basteln Sie doch einfach einen Neuen! Vielleicht in traumhaft Blau oder Veilchenrosa? Auch Stoffbezüge werden immer wieder gern genommen, da fühlt sich das manchmal recht raue Papier doch gleich viel weicher an. Recht praktisch zum Anfertigen fantasievoller Buchumschläge ist Filz. Das Zuschneiden gelingt fast wie von selbst, das lästige Säumen fällt flach. Dann wird noch flugs ein schönes Muster auf durchsichtige Folie, am besten Transparentpapier, gezeichnet, angeheftet und mit der Nähmaschine nachgestickt. Zum Verschließen wird mithilfe der Stopfnadel noch ein dekoratives, aber haltbares Bändchen angebracht, das den Stoff mit dem Buchrücken verbindet Natürlich geht es auch mit Rollfolie oder mit Klebefolie, obwohl auch das eine gewisse Fingerfertigkeit verlangt. Wer es sich leicht machen will, nimmt ein Stück Geschenkpapier oder ein Restchen, das beim Tapezieren im Wohnzimmer zurückgeblieben ist. Beim Zuschneiden den Rand mit einplanen! Bei dicken Büchern muss jetzt nur noch der Rand eingeschnitten und sicherheitshalber etwas Klebeband verwendet werden. Diese vergleichsweise schlichte Vorgehensweise findet des Öfteren Freunde unter Schulbüchern, wobei ruhig auch ein derberer Schutz gewählt werden kann. Bei schweren Stoffen dagegen muss der Textilkleber oder auch ein Sprühkleber seine Wirkung entfalten, sonst ist der Ärger nach kurzer Zeit womöglich groß. Schließlich lässt sich auch der Umschlag selber basteln, etwa dann, wenn alle möglichen Stoffreste vorhanden sind, die jeder für sich viel zu klein wären. Dann entsteht ein ganz liebevoll komponierter Buchumschlag aus Patchwork, und zwar individuell zusammengestellt, je nachdem, wer ihn bekommt. Für umfangreiche Klebearbeiten können Sie sich ruhigen Gewissens an den Wohnzimmertisch setzen. Sie sollten aber nicht vergessen, vorher eine strapazierfähige Tischdecke aufzulegen. Sie darf unbedingt aus Wachstuch hergestellt oder aber zum Abwaschen beschaffen sein, das fördert den häuslichen Frieden ungemein. Denn das Malheur ist groß genug, wenn Finger aneinander kleben. |